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Theater Morgenstern

"Der arme Heinrich" nach Hartmann von Aue

Dauer 65 Minuten

  • Regie, Bühne, Text: Daniel Koch
  • Heinrich: Selim Çinar
  • Ritter, Arzt, Vater: Alex Schmidt
  • Dame, Arzt, Mädchen: Lena Heimannsberg
  • Kostümbildnerin: Kartin Firuzeh Bischof
  • Musikkomposition: Martin G. Rasten
  • Lichtdesign: Matthias Henkel
  • Gesangseinstudierung: Sarah Hanikel

Die Theateraufführungen des Stücks "Der arme Heinrich" nach Hartmann von Aue findet im Rahmen der Projekttage "Mönche, Ritter, Troubadoure" statt. Die Projekttage richten sich an 4. - 6. Klassen. Zusätzlich zu der Theateraufführung betätigen sich die Kinder in praktischen Werkstätten. Sinnliches Erfahren verschiedener Heilkräuter und ihre Verarbeit...

Die Theateraufführungen des Stücks "Der arme Heinrich" nach Hartmann von Aue findet im Rahmen der Projekttage "Mönche, Ritter, Troubadoure" statt. Die Projekttage richten sich an 4. - 6. Klassen. Zusätzlich zu der Theateraufführung betätigen sich die Kinder in praktischen Werkstätten. Sinnliches Erfahren verschiedener Heilkräuter und ihre Verarbeitung zu einer Tinktur oder Salbe lässt einen Teil der Klasse zu Mönchen werden. Andere schnitzen Pfeil und Bogen und üben ritterliche Fertigkeiten oder sie werden zu Troubadouren und fertigen sich ihre eigene Weidenflöte.
Zudem üben die Mönche in Erlebnisspielen das Schweigen, die Ritter den Umgang mit Pfeil und Bogen und die Troubadoure den Minnesang.
Die Veranstaltungen dauern jeweils von 10:45 - 16:00 Uhr, für Berliner Schulklassen organisieren wir auch die Zugfahrt.

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Ein Ritter - stolz und stark - erkrankt tödlich. Nur das Herzblut einer Jungfrau kann ihn retten.

Einzelkarten 14,00 Euro, ab 3 Personen 12,00 Euro, ab 5 Personen 10,00 Euro

Projektpreis für Schulklassen inkl. Bahnfahrt, Theater, Werkstätten, Führung 17,50 Euro

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Mitten hinein ins 12. Jahrhundert: Turnier und Ritterkampf vor den Klostermauern, Krankenlager und Arztzimmer im Paradiesgarten und Kirchenschiff - das ganze Kloster wird zum Theater.

Heinrich, ein stolzer Ritter, gewinnt jeden Kampf und jedes Herz. Die Damen lieben ihn. Doch nach einem gewonnen Turnier entlarvt die Zärtlichkeit einer Angebeteten das Schreckliche: Heinrich ist tödlich krank. Verzweifelt sucht er nach Rettung, Ärzte vermessen, wiegen und begutachten ihn. Am Ende steht das Ergebnis, nur das Herzblut einer unschuldigen Jungfrau, welche sich freiwillig für ihn opfere, könne ihn heilen. Der Ritter - vernichtet - lässt Schwert, Rüstung, Reichtum zurück. Er beklagt sein Leid auf einem einsamen Gut. Dort begegnet er einem Mädchen. Es pflegt ihn, es mag ihn, erfährt von dem zur Heilung notwendigen Opfer. Bis dato unschuldig, sieht es darin plötzlich die Chance für einen vorzeitigen Eintritt ins Paradies. Die Lösung scheint perfekt: die Jungfrau bleibt davor verschont, sich mit der Sündenhaftigkeit der Welt auseinander setzen zu müssen; der Ritter wird gesund.
Nun soll der Arzt dem Mädchen das Herz aus der Brust schneiden. Beide, Arzt und Mädchen begeben sich hinter eine Wand. Der ungeduldige Ritter entdeckt ein Astloch und will das
Geschehen mitverfolgen. Er sieht die schöne Jungfrau auf der Liege, daneben den Arzt, der das Messer schärft. Endlich fällt es ihm wie Schuppen von den Augen, dass er dieses Opfer nicht annehmen darf. Mitleid und Liebe überwältigen ihn. Er klopft wie rasend an die Wand, hindert den Arzt am weiteren Vorgehen. Das Mädchen reagiert mit Enttäuschung und Wut. Heinrich aber ist bereit, sich seiner Krankheit zu stellen. Und er erklärt der Jungfrau auf dem Heimweg seine Liebe.
Berührt und erlöst von dem Wahn, ihr Herz opfern zu müssen, wendet sich auch die Jungfrau Heinrich zu - und dessen Genesung beginnt.

Heinrich und das Mädchen - zwei gegensätzliche Gedankenwelten: um sein ruhmreiches Leben kämpfend der Ritter, in eine erträumte Welt fliehend die Jungfrau.
Träume von Stärke, von Heldentum, von reinem Glück - aktuelle Sehnsüchte, die Kinder kennen. Das Opfer des Mädchens scheint diese Sehnsüchte zu befriedigen. Doch menschliche Begegnung, Freundschaft wird dadurch nicht möglich. Erst als Heinrich, aufgewühlt durch die heimlich beobachtete Schönheit des Mädchens, seinen Egoismus begreift, wird er fähig, seine Krankheit zu akzeptieren und Liebe zu empfinden.

So bietet das Stück eine für Kinder verblüffend einfache und moderne Lösung an: Einfühlungsvermögen in das, was der andere denkt und tut, verbindet und überbrückt Gegensätze.



weitere Informationen: http://www.theater-morgenstern.de