schloss 1975 seine Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München ab. Zuvor studierte er Philosophie und Germanistik in München und Dublin sowie klassisches Klavier in Wien. Von 1975 bis 1979 war Edgar Selge Ensemble Mitglied des Schillertheaters in Berlin, anschließend spielte er knapp zwanzig Jahre als festes Mitglied an den Münchener Kammerspielen, wo er mit Regisseuren wie Dieter Dorn, Thomas Langhoff, Bob Wilson, George Tabori, Hans
Lietzau und Franz Xaver Kroetz zusammenarbeitete. Er gastierte u. a. am Burgtheater Wien, am Schauspielhaus Zürich, am Deutschen Theater Berlin, am Residenztheater München und bei den Salzburger Festspielen. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet ihn mit Jan Bosse: „Der Menschenfeind“ (2002) und „Faust I“ (2004), Schauspielhaus Hamburg, „Der zerbrochne Krug“ (2006) und „Hamlet“ (2007), Schauspielhaus Zürich, und „Othello“ (2010), Burgtheater Wien. Selge ist ein vielbeschäftigter Film- und Fernsehschauspieler und glänzte in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen, darunter u. a. „Im Kreise der Lieben“ (Regie: Hermine Huntgeburth), „Rossini“ (Regie: Helmut Dietl) und „Das Experiment“ (Regie: Oliver Hirschbiegel). Von 1998 bis 2009 ermittelte er als einarmiger Kommissar Jürgen Tauber im „Polizeiruf 110“. 2003 erhielt er für diese Rolle den deutschen Fernsehpreis als bester Hauptdarsteller, 2005 den deutschen Fernsehpreis für die beste Krimireihe. 2011 wurde er mit dem Bayerischen Filmpreis als bester Hauptdarsteller in dem Film "Poll" (Regie: Chris Kraus) ausgezeichnet.